Dienstag, 06.11.18 - Mittwoch, 07.11.18 | Banská Bystrica, Dolný Kubín

Programme für die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben

Dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf widmen sich in der Slowakei immer mehr Diskussionen. Die deutsche Stadt Aachen bemüht sich schon seit 10 Jahren um eine familienfreundliche Politik, die gezielt arbeitende Familien unterstützt. Die Initiative geht auf das Projekt „Lokale Bündnisse für Familien“ zurück, das auf Betreiben des deutschen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales entstand und in der Folge auf ganz Deutschland ausgeweitet wurde. Dieses einzigartige Projekt stellte Anfang November in zwei slowakischen Städten der Vertreter des Aachener Bündnis für Familie Heinz Zohren vor und schuf so eine Diskussionsbasis für eine mögliche Umsetzung direkt in Banská Bystrica und Dolný Kubín.

Am Impulsvortrag und der anschließenden Diskussion nahmen außer den Vertreterinnen und Vertretern der Stadtämter, der Schulen, Kindergärten und Bürgerinitiativen auch lokale Arbeitgeber und Eltern, die die Frage der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben unmittelbar betrifft, teil. Das Programm eröffneten die Vizebürgermeister der beiden Städte – Jakub Gajdošík von Banská Bystrica und Jozef Šimek von Dolný Kubín – die Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Tschechischen und Slowakischen Republik Claudia Ehing und die Direktorin des Nationalen Gleichberechtigungszentrums Anna Klimáčková. Danach stellte Heinz Zohren die Funktionsweise der Programme vor, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien in Aachen verbessern. Unter anderem nannte er lokalpolitische Projekte, die die Grundlage für eine Work-life-balance bilden, Finanzierungsmöglichkeiten, die Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen, Stadtentwicklungsplanung, die die Bedürfnisse der Familien besonders im Bereich der Kinderbetreuung und Infrastruktur berücksichtigt, Kommunikation mit lokalen Arbeitgebern und generationsübergreifende Projekte. In welchem Ausmaß dies alles in den beiden konkreten slowakischen Städten praktisch realisierbar sei, war Gegenstand der folgenden Diskussion.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das in der Gesellschaft heute höchst aktuell ist, spielt nicht nur im Kontext der Geschlechtergleichheit eine wichtige Rolle, sondern auch bei der demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung einer Lokalität als solcher. Wir sind überzeugt, dass die Veranstaltung zur Entwicklung einer Diskussionsbasis beitragen und die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, politischen Akteur_innen und Organisationen in den Städten fördern wird und so zur Verbesserung der Lebensqualität für Familien mit Kindern direkt an ihrem Wohnort führt.

 

Veranstaltungspartner: Nationalen Gleichberechtigungszentrum, Ministerium für Arbeit, Soziales und Familien

Mehr Informationen zum Thema finden sie in den beigelegten Materialien unter dem Text. 

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in der Slowakischen Republik 

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