Web-Seminar: Abfallherausforderungen von Kommunen

Die slowakische Abfallwirtschaft und ihren aktueller Stand diskutierten vier Panellisten beim letzten Webinar, das von INCIEN und der Friedrich Ebert Stiftung mit Vertretung in Bratislava organisiert wurde. Die Möglichkeiten zur Verbesserung des Zustands der Abfallwirtschaft in der Slowakei und die Vorteile der Einführung von Elementen der Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt der Debatte, wobei die Hauptakteure in diesem Prozess die Kommunen sind, unter deren Pflichten die Bewirtschaftung kommunaler Abfälle gehört. Wie kann der Status quo effektiver gestaltet werden? Arbeiten slowakische Kommunen immer mehr zirkulär?

Die erste der Diskussionsteilnehmer war Katarína Bednárikova von INCIEN, die den aktuellen Stand der Abfallbewirtschaftung in der Slowakei anhand einer linearen Grafik beschrieb, die die Ineffizienzen der Abfallverwertung und ihre übermäßige Produktion zeigt. Dieser Trend kann umgekehrt werden, indem Beispiele aus der Praxis im Bereich der Kreislaufwirtschaft eingeführt werden, bei der ein zirkulärer Graph erstellt wird, in dem der größte Teil der erzeugten Abfälle zu Rohstoffen neu verwertet wird.

Der Bürgermeister von Trnavá Hora Pavel Kravec wurde eingeladen, um Modelle und Lösungen für höhere Effizienz der Abfallarbeiten am Beispiel der Gemeinde zu präsentieren, da Trnavá Hora im Jahr 2019 eine Abfallsortierrate von 53 % erreichte.

Andrej Kovarik, der Vertreter der Gemeinde Bratislava für die Umwelt, betonte die Bedeutung der Kommunen nach der Annahme des EU-Gesetzgebungspakets für die Kreislaufwirtschaft. Bratislava, die Hauptstadt und größte Stadt der Slowakei, bezeichnete er als einen komplizierteren Fall in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft, da es notwendig war, die einzelnen Abfallströme innerhalb der Stadt zu analysieren. Die Analyse, die Anfang 2020 abgeschlossen wurde, bestätigte die geringe Rate der Abfallsortierung, die die Hauptstadt nach Kovarik zu ändern versucht, indem sie attraktive und effektive Lösungen findet.

Der vierte Panellist war Marián Kobolka von JRK Slovensko, die sich mit Volumenreduzierung von Abfällen befasst und der für die einfachste Maßnahme, die Menge an Siedlungsabfällen in den Gemeinden zu reduzieren, die Sortierung von Küchenbioabfällen einzuführen, hält. Er hält diese Maßnahme für kosteneffektiv, aber sehr wirksam bei der Abfallvermeidung.

Die vollständige Aufnahme des Webseminars finden Sie HIER.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in der Slowakischen Republik 

Maróthyho 6
81106 Bratislava

+421 2 54 41 12 09
+421 2 54 41 18 80

fes(at)fes.sk

 

 

nach oben