Web-Seminar: Ist unsere Zukunft mit oder ohne Verpackungen?

Des Thema des Web-Seminars, organisiert von dem Bürgerverein Institut für zirkuläre Wirtschaft, ist die Zukunft der Trends in der Verpackungspolitik. Das Thema gewann seit 2015 zunehmend an Bedeutung, als auf der EU-Ebene das Kreislaufpaket, dass eine Reihe an ehrgeizigen Maßnahmen zur Senkung der Abfallerzeugung in der EU enthält, verabschiedet wurde.

Das Web-Seminar, moderiert von Petra Cséfalvayová, die Mitglied des INCIEN (Institut für zirkuläre Wirtschaft) Teams ist und sich den Konzepten und Projekten der zirkulären Wirtschaft für private Unternehmen widmet. In ihrer Eröffnung betonte sie die Wichtigkeit der angenommenen EU-Dokumente, wie nicht nur das Kreislaufpaket von 2015 ist, sondern insbesondere die 2018 angenommene Kunststoffstrategie, in der sich die EU-Länder verpflichten, mehr als die Hälfte der Abfälle bis 2030 zu recyclen. In der Slowakei machen Verpackungen 60% des gesamt produzierten Abfallvolumens aus. Die Bedeutung dieses Themas wird dadurch bestätigt, dass die Gesetzgebungen einiger Länder in der letzten Zeit angepasst werden, wobei es wichtig ist Experten im Bereich der Verpackungspolitik in diese Änderungen einzubeziehen.

Gerade deshalb hat INCIEN in die Diskussion dieses Web-Seminars Experten wie Milada Syčová, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Lebensmittelkontaktmaterialien am Regionalen Gesundheitsamt in Poprad eingeladen. Auf die Frage, ob die COVID-19-Pandemie den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, die laut M. Syčová von der EU als hart eingestellt wurde, erheblich beeinflusst, antwortete sie, dass der zunehmende Verbrauch von Einweg-Kunststoffprodukten während der Pandemie nur ein kurzfristiges Phänomen sei, und bei der richtigen Festlegung von Hygienestandards, sollte diese Pandemie den EU-Nachhaltigkeitsplan für die Abfallwirtschaft nicht beeinflussen.

Weiterer Gast der Diskussion war Martin Gajdoš, einer der Gründer des ersten verpackungsfreien Ladens in der Stadt Trenčín, der das hohe Interesse der Menschen an dieser Art von Lebensmittelverkauf beschrieb.  Die Coronavirus-Krise zeichnete sein Unternehmen durch die Schließung seines Betriebs zum Schutz der Gesundheit der Menschen und seine Kunden blieben trotz des Verständnisses der Situation von den Verkaufsbeschränkungen enttäuscht. Laut Gajdoš bestätigt das die Tatsache, dass in der Slowakei das Interesse für dieses Verkaufskonzept von Lebensmitteln wächst.

Lukáš Mikloš, Vertreter der Tesco Store Verkaufskette und Verpackungsspezialist, bestätigte das Interesse der Kette an der Einführung von Elementen der zirkulären Wirtschaft durch die Pläne des Unternehmens, bis 2025 wieder verwendbare oder recyclebare Verpackungen zu benutzen und auch ihre Gesamtanzahl zu reduzieren, sich zu beteiligen. Obwohl das Unternehmen während der Pandemie zeitweise von mehreren Verpflichtungen im Bereich der Nachhaltigkeit der Abfallpolitik vorübergehend aufgeben musste, will Tesco nach Überwindung der Krise wieder zur Erfüllung dieser Ziele zurückkehren. 

Professor Pavol Alexy, der an der Slowakischen Technischen Universität, an der Fakultät für Chemische und Lebensmitteltechnologie arbeitet und sich auch Biokunststoffen widmet, hat auch zu der Diskussion beigetragen. Laut Alexy können wir Verpackungen nicht vollständig loswerden, deshalb ist wichtig die Diskussion in Richtung zu Lösungen wie man möglichst ihre Verwendung minimieren kann, zu steuern. Aus Alexys Sicht ist das Thema Recycling und seine umweltfreundlichste und sparsamste Einstellung der Natur gegenüber, für die er das biologische Recycling mit den Worten „Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück“ beschrieb, sehr wichtig.

Die vollständige Aufnahme des Webseminars finden Sie HIER 

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in der Slowakischen Republik 

Maróthyho 6
81106 Bratislava

+421 2 54 41 12 09
+421 2 54 41 18 80

fes(at)fes.sk

 

 

nach oben